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Zwischenbericht Turku/ Finnland vom 06.01.14 – 02.03.14


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Verfasst am: 26. 01. 2014 [16:26]
Melissa
Dabei seit: 26.01.2014
Beiträge: 1
Hei Hei! – wie die Finnen zur Begrüßung sagen-

Mein Name ist Melissa und ich bin 20 Jahre alt. Ich mache eine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenschwester an der Kranken- und Kinderkrankenpflegeschule der Universitätsmedizin in Göttingen. Unsere Schule kooperiert mit der University of Applied Science in Turku (TUAS). Das bedeutet, dass es die Möglichkeit bei uns gibt, für zwei Monate entweder nach Finnland, Österreich oder in die Schweiz zu reisen, Kultur Land und Leute kennen zu lernen und dort auch zu arbeiten. Bereits zu Beginn der Ausbildung wurde uns über diese Möglichkeit berichtet und sofort stand für mich fest, dass ich diese wunderbare Chance auf jedenfall wahrnehmen möchte. Finnland mit seiner unbeschreiblich schönen Landschaft im Winter und das Gesundheitssystem, dass in Finnland viel besser und fortschrittlicher gilt, als das Gesundheitssystem in Deutschland. Das alles hatte mich schon lange fasziniert. Leider war die Anzahl der Teilnehmer auf 6 Personen begrenzt, sodass ich etwas Angst hatte, nicht einen dieser 6 heißbegehrten Plätze zu bekommen. Doch am Ende bekam ich einen dieser Plätze.

Das Abenteuer Finnland begann

Im Juni 2013 ging es los. Sehr viel Papierkram und sehr viel Stress sollte der Anfang eines Wunderbaren Abenteuers sein. Wie waren und sind eine sehr gut harmonierende Truppe und deshalb war es eigentlich kein Problem. Wenn ich Fragen hatten konnte ich mich immer an eine der 5 anderen „Finnlandmädels“ wenden.
Wir beschlossen vorab einen Sprachkurs zu machen der für gewöhnlich an der Volkshochschule in Göttingen angeboten wird. Da wir aber gerade zu dieser Zeit viel in der Praxis waren bekamen wir die Möglichkeit den Sprachkurs privat zu machen und unsere Termine individuell abstimmen konnten. Und so ging es jeden Mittwoch nach der Schule bis abends um 18:00 darum möglichst viel Finnisch zu lernen.
Dann hieß es warten, warten ob alle Unterlagen komplett waren und warten bis man eine E-mail mit der erlösenden Nachrichtbekam, dass das Stipendium bewilligt wurde.

Am 14.11.2013 um 11:27 Uhr kam die Erlösende E-mail mit der Stipendiumsbewilligung. Geschafft!!! Jetzt musste ich nur noch den Vertrag ausfüllen und wegschicken und schon konnte die Vorbereitung für meinen Finnlandaufenthalt losgehen.

Die Suche nach einer geeigneten Unterkunft stellte sich zunächst erst als schwierig heraus. Die Teilnehmer aus dem letzten Jahr hatten uns eine Unterkunft namens Retrodorm empfohlen, die aber zu dem Zeitpunkt als wir sie mieten wollten schon ausgebucht war. Doch wir hatten großes Glück. „Sanni“ eine Tutorin einer meiner „Finnlandmädels“ war und ist richtig engagiert und besorgte uns DIE perfekte Unterkunft der Wohnungsgesellschaft „Forenom“. Ein Appartement von 120 qm² in dem wir alle zusammen wohnen können und es liegt direkt im Zentrum von Turku. Es ist aber allerdings etwas teurer als die normalen Studentenunterkünfte hier.
Den Flug hatten wir schon im August gebucht, was ein bisschen gewagt war, aber wir hatten echt Angst, dass wir zu kurzfristig keinen passenden Flug mehr finden und so buchten wir einen Direktflug von Frankfurt nach Helsinki, der ungefähr 3 1/2 Stunden dauern sollte. Ich kann echt empfehlen etwas früher loszufliegen wenn es möglich ist, damit man sich Helsinki angucken kann. Deshalb sind wir am Freitag den 03.01 losgeflogen und haben noch zwei Nächte in Helsinki verbracht, um dann Sonntag weiter nach Turku zu fahren. Ich empfehle den Zug zu nehmen, der ungefähr zwei Stunden braucht. Die Tickets kann man problemlos vor Ort am Bahnhof für ungefähr 26 Euro kaufen.
In Turku wurden wir von unseren super lieben Turoren „Annika“ und „Sanni“ abgeholt und zu unserem voll Möblierten und voll ausgestatteten Appartement begleitet. Es ist zu sagen, dass man sich durch die Organisation hier in Finnland aufgehoben und vor allem wohl fühlt. Angefangen von dem Bemühen unserer Tutoren, über die Organisation von Gesundheitsbescheinigungen, Studentenausweis, unserer Busfahrkarte (die man bei dieser Kälte hier wirklich braucht), bis hin zu Einkaufsmöglichkeiten. Und so lernte ich die Finnen bisher als sehr hilfsbereite und liebe Menschen kennen, die einem bei jeder Frage zur Seite stehen.
Im Moment bin ich im ambulanten Pflegedienst ungefähr 15 min mit dem Bus vom Stadtzentrum entfernt eingesetzt. Der erste Tag war wirklich aufregend. So viele Fragen. Welche ist die richtige Busnummer, wann fährt der Bus ab und vorallem wo? Auch bei diesen Fragen standen uns unsere Tutoren super lieb zur Hilfe beschrieben uns genau wo wir abfahren mussten sogar mit Hilfe von selbstangefertigten Zeichnungen. Super!!!(Man bekommt aber auch super gute Busfahrpläne bei der Touristeninformation)
Ich wurde gut aufgenommen und hatte großes Glück, da der Praxisanleiter, welcher für mich zuständig ist ziemlich gut deutsch spricht. Das hat den Einstieg in ein für mich neues Umfeld wirklich sehr erleichtert. Doch selbst wenn ich das Glück nicht gehabt hätte, wäre es kein Problem geworden, weil die meisten gut Englisch sprechen oder zumindest verstehen.
Um unsere Freizeitaktivitäten kümmern wir uns größtenteils selbst. Es gibt ein Reisebüro aber die Dame war nicht gerade Informativ was Angebote angeht und hat uns nur einige Broschüren in die Hand gedrückt. So mussten wir eher auf eigene Faust planen, was aber bei genügender und rechtzeitiger Organisation gut klappt und dank der gut organisierten Busverbindungen auch einfach zu planen ist. So haben wir bereits zum Beispiel einen Ausflug nach Ruissalo (Insel vor Turku) gemacht auf der man wunderbar wandern und in die Sauna gehen kann mit anschließendem Bad im Eis. Außerdem planen wir noch einen Ausflug nach Stockholm mit einem Schiff (Vikingline) und vieles mehr.

Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Wochen hier in Turku und bin schon gespannt, welche neuen Dinge ich noch erlebe und kennenlernen darf!
In diesem Sinne: Moi Moi!

Melissa Üfler




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Letzte Änderung: 29.06.2015