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Zwischenbericht ATA, Schweiz, Basel


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Verfasst am: 18. 04. 2015 [11:04]
Michael11
Dabei seit: 02.04.2014
Beiträge: 1
Zwischenbericht Basel

Vorab ein wenig zu meiner Person. Aktuell befinde ich mich in der Halbzeit der Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten. Bereits bei der Auswahl meines Ausbildungsklinikums habe ich mich über die Möglichkeit eines Auslandeinsatzes informiert. Sofort war für mich klar, dass ich mir diese Möglichkeit nicht entgehen lassen werde. Die Frage nach dem Ziel stellte sich dann natürlich sofort. Für mich hat sich diese jedoch Recht schnell geklärt. Ein Klinikum an dem die Kompetenzen der Anästhesie Assistenz/ Pflege sich größtmöglich vom eigenen Krankenhaus unterscheiden. Außerdem eine nicht allzu große sprachliche Barriere, da die erfolgreiche Arbeit im OP eine einwandfreie Kommunikation des gesamtem Teams voraussetzt.
Ich wählte die Schweiz.

Organisatorisches

Das gesamte Team des Leonardo da Vinci Projekt „ Health Care Work Exchange“ hat mir ausführliche Informationen zu den Möglichkeiten und den Voraussetzungen des Auslandeinsatzes zukommen lassen. Ich habe meinen Fokus auf ein modernes Klinikum mit möglichst vielen Fachdisziplinen gesetzt.
Das Universitätsspital Basel gab mir eine Zusage. Daraufhin folgte die problemlose Kommunikation und Abwicklung des Ablaufs mit einer Ansprechpartnerin des Klinikums sowie dem Leonardo Team.

Ankunft in Basel und Klinik

Für die Fahrt nach Basel entschied ich mich für den Zug. Ich reiste bereits am Wochenende an. Dadurch konnte ich entspannt im Personalheim der Universität ankommen und mich auf meinen Einsatz vorbereiten. Die Suche nach einer geeigneten Unterkunft stellte sich schwieriger raus als zuerst von mir gedacht. Ich habe bereits mehrere Monate vor meinem Einsatz mit diversen Studentenheimen Kontakt aufgenommen. In meinem Zeitraum waren allerdings bereits alle Unterkünfte vergeben. Grund dafür wohl der dortige Semester Anfang der Basler Studenten. Mir wurde angeboten im Personalwohnheim der Universität zu wohnen. Dieses wird allerdings nur Monatsweise vermietet. Da mein Praktikum jedoch eine Woche in den nächsten Monat hinein reicht nicht ganz optimal, jedoch bereits ein guter Anfang. Für die letzte Woche organisierte ich mir eine Unterkunft über die Webseite Airbnb.

Das Personalwohnheim liegt in direkter Nähe zum Klinikum ( Mittlere Straße).
Den Schlüssel holte ich bei meiner Ankunft direkt am Spital ab. Die Unterkunft hat mich sehr positiv überrascht. Die Zimmer sind 20 Quadratmeter groß, mit eigenem Kühlschrank sowie Waschbecken + WC. WLAN ist im gesamten Haus im Mietpreis mitinbegriffen. Anzutreffen sind hier überwiegend Medizin Studenten, alle sehr offen und unternehmenslustig.
Ich machte mich natürlich sofort auf die Stadt zu erkunden. Jedem der in die Schweiz reist muss sich bewusst sein, dass die Preise für jegliche Dinge im Vergleich zu Deutschland bis zu 300 % teurer sein können. Dieses war mir natürlich klar. Ich holte mir Tipps und Tricks von Studenten in welchen Geschäften beispielsweise Lebensmittel relativ günstig sind. Außerdem besteht die Möglichkeit in wenigen Minuten nach Deutschland zu fahren und dort einzukaufen.
Die Stadt teilt sich in Klein und Groß Base auf , durch den Rhein getrennt. Die Altstadt ist sehr schön und es fallen einem sofort viele Brunnen in das Auge sowie viele Informationstafeln für Touristen. Ich hatte Glück, die Sonne strahlte und am Rhein tummelten sich die Menschen und haben es sich gut gehen lassen.
Bislang war ich mit der Auswahl meines Ortes für das Auslandspraktikum sehr zufrieden und freute mich auf meinen ersten Tag im Universitätsspital.

Die zweite Woche meines Einsatzes ist nun vergangen. Genau so gut wie die Ankunft in Basel begonnen hat läuft die Arbeit im OP Teil Ost des Spitals. Am ersten Tag wurde ich sehr freundlich begrüßt. Zuerst wurden einige organisatorische Angelegenheiten erledigt. Danach ging es direkt in den OP. Mir wurde ein Mentor an die Seite gestellt der mir daraufhin alle Räumlichkeiten zeigte ( inklusive der hervorragenden Mensa) und mich sofort in den laufenden Arbeitsablauf integrierte.
Das Personal ist sehr freundlich und an den Hintergrund meines Aufenthalts im Spital interessiert. Mit der Koordinationsleitung spreche ich täglich über meinen Einsatzort am nächsten Tag. Dadurch lerne ich recht schnell alle Bereiche kennen und somit auch viele Mitarbeiter. Ich merkte sofort, dass sich die Tätigkeitsbereiche des Anästhesie Teams hier in Basel vollständig zu der Arbeit in Deutschland unterscheiden. Dieses war zuerst natürlich leicht verwirrend, da mir diese Aufgabenverteilung nicht geläufig ist.
Die Pflege führt hier beispielsweise teilweise die gesamte Narkose von Ein- bis zur Ausleitung selbstständig durch. Außerdem ist hier eine starre Hierarchie wie ich sie aus Deutschland gewohnt bin, auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Das gesamte Team geht insgesamt sehr freundlich miteinander um, jeder unterstützt sich gegenseitig. Die Kompetenzen der Basler Anästhesie Pflege machen es für mich total spannend, da diese Aufgaben in Deutschland nicht zu meinem alltäglichen Tagesablauf gehören. Dadurch werde ich täglich gefördert und erlange mehr Erfahrung.
Das gesamte Anästhesie Team ist sehr aufmerksam und bereit mich während des Praktikums zu fördern, sei es beim praktischen Arbeiten sowie beim vertiefen von Theorie.

Der bisherige Aufenthalt war für mich ein voller Erfolg.
Ich freue mich und bin gespannt was mich in den nächsten Wochen erwarten wir



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Letzte Änderung: 29.06.2015