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Zwischenbericht Turku: nursing studend


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Verfasst am: 10. 04. 2017 [20:03]
Lissy
Dabei seit: 10.04.2017
Beiträge: 1
Zwischenbericht vom Austausch:
Göttingen - Turku (März-Mai 2017)


Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung in Göttingen und bin im 2 Lehrjahr. Als ich das erste mal gehört habe, dass es möglich ist, einen Austausch nach Finnland zu machen, war mein Interesse sofort geweckt. Als wir dann nähere Informationen bekommen haben, hieß es, es dürfen höchstens 6 Schüler fahren. Danach begann die Zeit des Wartens und des Bangens, ob man wirklich genommen wird. Doch dann kam die Zusage und ich war froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, diese großartige Chance nach Finnland zu fliegen wahrzunehmen. Insgesamt waren wir 5 Schüler. Unsere Schule kooperiert schon sehr lange mit Turku und hat sehr gute Kontakte. Wir trafen uns mit unserer Lehrerin und sie gab uns viele Informationen darüber, was uns noch bevorsteht, bevor wir dann endlich fliegen dürfen. Damit hat es dann begonnen, ein Formular nach dem anderen auszufüllen. Auch ein Skype Interview mit der Organisatorin aus Finnland war dabei, damit konnte sie schon mal gucken, wie wir englisch sprechen. Vorab schon einmal, es Lohnt sich! Wir haben uns erst in Turku beworben und nach der Zusage bei Erasmus für ein Stipendium. Nachdem alle die Zusagen hatten konnte es mit der Planung weiter gehen. Wir haben uns einen finnisch Sprachkurs gesucht, den wir an der VHS in Göttingen dann absolvierten. Ein Sprachkurs vorab kann ich nur Empfehlen. Anschließend kann man zwar trotzdem nicht viel sprechen, weil es eine der schwersten Sprachen der Welt ist, aber man kennt die Begrüßungsformen, einfache Sätze und Floskeln, die einem im Alltag sehr weiter helfen. Unsere finnisch Lehrerin war echt super, sie kennt Finnland sehr gut und so haben wir gleich noch ein bisschen Landeskunde mit gemacht. Bei den ganzen Organisatorischen Dingen vor Ort, war sie uns auch eine große Hilfe. Sonst kommt man hier aber sehr gut mit englisch zurecht, aber auch wenn man mal nicht weiter weiß, habe ich die Finnen als sehr aufgeschlossen, nett und hilfsbereit kennengelernt. Wir mussten noch unsere Flüge buchen und eine Wohnung suchen. Der Flug war schnell gefunden. Geflogen sind wir von Berlin nach Helsinki für ca. 200 Euro pro Person. Die Wohnungssuche hingegen, gestaltete sich sehr schwierig. Mit Hilfe unserer finnisch Lehrerin haben wir dann nach langem suchen endlich eine Wohnung gefunden, wo wir alle 5 zusammen wohnen können, ca. 15 Minuten mit dem Bus vom Zentrum entfernt. Die Wohnung ist voll möbliert und ausgestattet mit allem was man so zum Leben braucht. Als wir fertig waren und alles Organisiert hatten, ging es auch schon los. Am Samstag den 25.03.2017 flogen wir nach Helsinki und verbrachten dort unseren ersten Tag in Finnland. Übernachtet haben wir in einem Zentral gelegenem Hostel. Wir schauten uns die Stadt an und fuhren Sonntag mit dem "Onnibus" nach Turku. Onnibus ist eine Organisation, mit der man in ganz Finnland sehr günstig reisen kann. Nach einer ca. 2stündigen fahrt kamen wir in Turku an und wurden schon von 2 unserer Tutoren erwartet. Jeder von uns hatte einen eigenen Tutor, mit dem man schon in Deutschland Kontakt hatte. Meine Tutorin ist total nett, ich habe vorher schon sehr viel mit ihr geschrieben, konnte fragen stellen und wir lernten uns schon mal ein bisschen kennen. Die 2 Tutoren, die uns abgeholt haben waren mit ihren zwei Autos da und haben uns dann zu unserer Wohnung gefahren und sind noch mit uns einkaufen gegangen.
Im Verlauf der ersten Woche haben wir die Organisatorin Taina Nordgren und ihr Kollegen getroffen, die uns alle wichtigen Informationen mitgeteilt haben, wie zum Beispiel: den Arbeitsplatz, Busfahrkarten, Studentenausweis, Laboruntersuchungen usw. Des weiteren haben wir unsere Tutoren getroffen, die uns die Stadt zeigten und mit uns eine "Krankenhaustour" gemacht haben, damit jeder weiß wo er arbeitet. Die Busverbindungen sind hier ausgesprochen gut, deswegen muss man sich keine sorgen machen, wie man wo hinkommt. Das Wochenende war gekommen und wir haben uns entschlossen, mit der Fähre nach Stockholm zu fahren. Unsere Tutoren hatten uns viel darüber berichtet, besonders über die fahrt mit der Fähre, die gerne genutzt wird, um ausgiebig zu Feiern. Wir fuhren Donnerstag Abend los, kamen Freitag Morgen an, verbrachten den Tag in Stockholm und fuhren anschließend wieder zurück. Den Sonntag nutzten wir, um uns nochmal vor dem ersten Arbeitstag auszuruhen. Wir fuhren in die Sauna. Das Wetter war grau, es war kalt. Der Saunabesuch war die perfekte Wahl.
Am Montag war es nun es soweit, unser erster Arbeitstag war gekommen. Aufgeregt, aber mit Freude auf das was mich erwartet, habe ich mich auf den Weg gemacht. Von unserer Wohnung zum City Hospital, wo ich arbeite, sind es 10 Minuten mit dem Bus. Eingesetzt bin ich auf einer Neurologischen Station. Auf der Station wurde ich von meinen zwei Tutoren und dem Team gut aufgenommen. Meine Tutoren sprechen sehr gut englisch, somit ist die Kommunikation kein Problem. Auf Station wurde mir nochmal bewusst, wie schwer die finnische Sprache ist. Fast alle Patienten sprechen kein oder nur ein paar Worte englisch, also verständige ich mich über Zeichensprache und mit dem bisschen finnisch was ich gelernt habe. Dies gestaltet sich manchmal schwer, aber jeden Tag lernt man bei seinen Tätigkeiten die man ausübt ein paar Worte mehr. Meine Tutoren lernen mit mir , wenn wir Zeit haben, auch immer wieder die wichtigsten Sätze. Bis jetzt gefällt mir die Arbeit sehr gut, ich konnte schon viel lernen und habe viele Erfahrungen gesammelt. Dieser Einsatz geht drei Wochen, anschließend gehe ich noch für 3 Wochen in den ambulanten Pflegedienst. Am Wochenende haben wir meistens frei und haben schon viele Ausflüge gebucht oder geplant, zum Beispiel: Tallinn, Lappland, Saimaa See, wandern, verschiedene Nationalparks besichtigen und noch vieles mehr. Dementsprechend haben wir noch viel vor. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen in Finnland und bin gespannt was ich noch alles für Erfahrungen sammeln kann.





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Letzte Änderung: 29.06.2015