Leonardo Forum

Unbeantwortetes Thema

Zwischenbericht Architekturpraktikum Amsterdam


Autor Nachricht
Verfasst am: 29. 04. 2018 [20:13]
Nora_Hn
Dabei seit: 29.04.2018
Beiträge: 1
Wohnungssuche

Die Wohnungssuche gestalte sich nicht ganz einfach von Deutschland. Von meinem Arbeitgeber hatte ich eine Liste mit Internetseiten bekommen, die der Wohnungssuche dienen. Keine dieser Seiten war kostenlos. Man konnte die Angebote zwar kostenlos durchsuchen, wollte man den Anbieter jedoch kontaktieren, musste man sich ein kostenpflichtiges Kundenkonto anlegen. Deshalb entschied ich mich zunächst über Facebook-Gruppen ein geeignetes Zimmer zu suchen. Habe damit aber keine guten Erfahrungen gemacht. Nach einer Weile erfolglosem Anschreiben von WG-Anzeigen, entschloss ich mich letztendlich doch mich für eine der Internetseiten zu entscheiden und 20€ für einen Monat Suchen zu investieren. Ich habe mich dann bei www.kamernet.nl angemeldet. Das hat mich dann auch zu meinem jetzigen Zimmer gebracht. Ich habe mehrere Anbieter kontaktiert und ein paar Besichtigungen an einem Tag vereinbart, an dem ich von Hannover aus hingefahren bin.

Mit meinem Zimmer bin ich absolut zufrieden. Die Lage ist super. Ich wohne im Süden von Amsterdam, Nahe dem Olympischen Stadion und der Bahnhofsstation Süd. Die Gegend ist von vielen Familien geprägt und ruhig. Das Zentrum ist mit dem Fahrrad innerhalb von 10 min zu erreichen. Ich finde es super nicht in direkter Zentrumsnähe zu wohnen, da man sich den extremen Touristenströmen im Alltag entziehen kann. Zur Arbeit fahre ich ca. eine halbe Stunde mit dem Fahrrad, was normal zu sein scheint, wie ich mir von meinen Arbeitskollegen erzählen ließ.

Arbeit

Ich bin Architekturstudentin und mache ein Praktikum bei Snitker Borst Architekten. Es handelt sich um ein kleines Architekturbüro auf KNSM-Island. Das Büro befindet sich in einem Gebäude, in dem mehrere Büros und vor allem Architekturbüros ansässig sind. Da Snitker Borst Architekten ein sehr kleines Büro sind, teilen sie sich das Büro mit weiteren Freien Architekten, einem Fotografen und ein paar Anwälten. Das Gebäude nennt sich Loods 6 und ist im Internet zu finden. Dort sind alle ansässigen Büros verlinkt.

Snitker Borst Architekten besteht nur aus den beiden Chefs. Während des ersten Monats habe ich noch einen zweiten Praktikanten kennengelernt, dessen Praktikum nun beendet ist.

Die Arbeit macht Spaß. Das Büro arbeitet sowohl an Architektur- als auch Städtebauprojekten.

Leben

Im Allgemeinen bedeutet das Leben in den Niederlanden keine große Umstellung im Vergleich zu Deutschland. Die Lebensmittel und auch andere Produkte sind teurer als in Deutschland. Die meisten Supermärkte bieten allerdings Bonuskarten an, mit denen man Rabatt auf einige Artikel bekommt. In Amsterdam gibt es aber sehr viele Märkte, auf denen man vergleichsweise günstig Gemüse, Obst, Käse, Fleisch, Fisch und vieles mehr kaufen kann.

Zur Fortbewegung habe ich mein Fahrrad aus Deutschland mitgenommen. Das war auch absolut die richtige Entscheidung. Nichts ist einfacher in Amsterdam als Fahrradfahren. Alle Fahrradspuren sind eindeutig markiert, es gibt teilweise separate Abbiegespuren und an fast jeder Kreuzung spezielle Ampelschaltungen für Fahrradfahrer.

Zu Beginn habe sehr häufig die Google-Offline-Karte genutzt, um ein Navi mit Kopfhörern nutzen zu können, was sehr praktisch war beim Fahrradfahren. Nach nur einer Woche gab es immer mehr Orte, die mir bekannt vorkamen und schnell konnte ich mich auch ohne Navigation gut orientieren.

Wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen möchte, empfiehlt es sich an einem Bahnhof eine OV-Chipkarte zu besorgen. Sie sind Teil eines Bezahl- und Kontrollsystems in den Niederlanden. Es lassen sich vergünstigte Einzelfahrten sowie Tages-. Wochen- und Monatskarten draufladen. Informationen zu dem Thema und Adressen der Bahnhöfe findet man auf www.gvb.nl. Die OV-Chipkarte ist ebenfalls nützlich, wenn man innerhalb der Niederlande verreisen möchte. Zugverbindungen und Preise findet man auf www.ns.nl. Mit dieser OV-Chipkarte checkt man bei Fahrtantritt bei einem Lesegerät ein und bei Beendigung der Fahrt wieder aus.

Was sich in Amsterdam wirklich teuer gestaltet, ist das Parken von Autos. Die Parkgebühren sind sehr hoch und es gibt auch so gut wie keine Wohngebiete, in denen das Parken kostenlos ist. Sehr günstig sind die Park-und-Ride-Möglichkeiten in Amsterdam, mit denen man in Randgebieten Parken kann und dann in die Innenstadt fahren kann.

Freizeit

Langeweile dürfte in Amsterdam nicht aufkommen. Es gibt unzählige Parks, in denen man bei gutem Wetter entspannen kann. Die Anzahl der Museen ist sehr hoch. Sollte man in Betracht ziehen sich mehrere Museen anschauen zu wollen, lohnt es sich eine CJP-Kaart zu kaufen. Mit dieser bekommt man dann teilweise bis zu 50% auf die Eintrittspreise.
Sehr zu empfehlen sind auch die vielen Flohmärkte in Amsterdam. Letzen Freitag (27.04.) durfte ich den Koningsdag miterleben. Das war wirklich unglaublich. Die ganze Stadt wird zum Flohmarkt, weil jeder ohne Standgebühren seine ungeliebten Wertsachen verkaufen darf. Dadurch reiht sich in der ganzen Stadt Stand an Stand. In der gesamten Innenstadt wird gefeiert. Die Kanäle sind voll mit Booten, auf denen die Holländer den Geburtstag des Königs feiern.




Benutzeranmeldung

Bitte Benutzernamen und Passwort eingeben, um sich im Leonardo Forum anzumelden. Um Beiträge LESEN zu können, ist KEINE Anmeldung erforderlich!

Hinweis

Jeder Beitrag wird vom Leonardo Team kontrolliert und erst danach freigeschaltet. Sie erhalten keine Bestätigungsmail darüber, dass ihr Bericht akzeptiert wurde. Ob der Bericht akzeptiert wurde, lässt sich über den jeweiligen Ordner ihres Ziellandes prüfen. Ist der Bericht angenommen worden, befindet er sich in der Regel eine Woche nachdem Sie ihn hochgeladen haben im Ordner ihres Ziellandes. Die Inhalte der Beiträge macht sich das Leonardo Team nicht zu eigen, sie spiegeln auch nicht dessen Meinung wider. Außerdem behält sich das Leonardo Team vor, Beiträge aus dem Forum zu entfernen, die rechts- oder sittenwidrig sind oder das Ansehen der Leibniz Universität Hannover und ihrer Einrichtungen beschädigen.

Letzte Änderung: 29.06.2015