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Zwischenbericht: Architektur Praktikum Amsterdam


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Verfasst am: 04. 06. 2018 [22:33]
NiklasK
Dabei seit: 04.06.2018
Beiträge: 1
Zwischenbericht Praktikum bei Serge Schoemaker Architects, Amsterdam
Zeitraum: 01.05.2018 - 31.08.2018
Art: Architekturbüro


Vorbereitung

Stellensuche:
Schon in der Endphase meiner Bachelorarbeit habe ich angefangen nach einer Praktikumsstelle zu suchen und ziemlich schnell entschieden, mich dabei auf das Ausland (genauer gesagt die Nachbarländer) zu konzentrieren. Da ich die Niederlande sowohl architektonisch als auch generell als sehr interessant empfand, beschloss ich mich dort bei mehreren Büros zu bewerben. Schon das zweite Büro, das ich angeschrieben hatte, meldete sich direkt bei mir und lud mich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Dieses Vorstellungsgespräch fand zwei Wochen später bei Serge Schoemaker Architects im Büro statt und verlief durchaus positiv. Trotz der vergleichsweise geringen Vergütung überzeugte mich die Philosophie des Büros und die offene Art des Chefs und der Mitarbeiter.

Erasmusförderung:
Da die Lebenshaltungskosten in Amsterdam deutlich teurer sind als die in Hannover, entschied ich mich für die Bewerbung für ein Graduiertenstipendium. Auch wenn es organisatorisch recht viel Aufwand benötigte, bin ich froh diesen Schritt getan zu haben. Die Kommunikation mit Frau Haghshenas und ihren KollegInnen verlief währenddessen sehr gut und war auf jeden Fall hilfreich.

Wohnungssuche: Generell ist es nicht gerade einfach in Amsterdam eine bezahlbare, angemessene Wohnung für einen kurzen Zeitraum zu finden. Im Endeffekt hatte ich noch etwas Glück und habe ein 1-Zimmer-Studio bei Holland2Stay gefunden. Holland2Stay ist ein niederländisches Unternehmen, dass sich auf Kurzzeitaufenthalte für Expats spezialisiert hat und in mehreren Städten Unterkünfte anbietet.


Ankunft & erste Tage

Obwohl Amsterdam für mich kein unbeschriebenes Blatt war, musste ich mich erstmal etwas an das dortige Leben gewöhnen. Aufgrund der möblierten Wohnung hatte ich eine gute Grundlage zu Beginn. In den ersten Tagen kümmerte ich mich um die Ummeldung, Orientierung und Vorbereitung auf die Arbeit. Um in der Niederlande arbeiten zu können (und auch für diverse andere Zwecke), benötigt man die sogenannte BSN Nummer. Diese ist eine persönliche Kennnummer, die man sein ganzen Leben lang behält. Man erhält sie in einem der Gemeindebüros. Außerdem besorgte ich mir eine OV-Card (eine Prepaidkarte für die Nutzung von Bus, Bahn und Metro).
Das Team im Büro nahm mich freundlich auf und wies mich umfangreich ein, sodass ich mich schnell wohlfühlen konnte.


Job

Mittlerweile genieße ich meinen täglichen Fahrradweg durch die komplette Innenstadt mit anschließender Fährenfahrt nach Amsterdam Nord, wo sich das Büro von Serge Schoemaker Architects befindet. Das Team besteht aus dem Chef, drei Projektarchitekten und zwei Praktikanten. Mir wurde von Anfang an viel Vertrauen entgegen gebracht und auch meine Arbeit und meine Fähigkeiten werden stets wertgeschätzt. Die Projektspanne reicht von kleinen Innenausbauaufgaben über größere Erweiterungen bis hin zu installationsähnlichen Wettbewerbsbeiträgen. Gesprochen wird hauptsächlich auf Englisch, oft auch Niederländisch ,was ich mit der Zeit immer besser verstehen kann.


Freizeit
Aufgrund meiner Arbeitszeiten (bis 18:30) ist es schwierig in der Woche großartig etwas zu unternehmen. Die meisten Läden, Museen etc. schließen vergleichsweise früh. Trotzdem habe ich mir eine Museumscard gekauft, mit der man für 60€ im Jahr in sehr viele Museen in ganz Holland umsonst gehen kann. Außerdem halte ich mich oft draußen in den vielen Parks oder an den Grachten auf. Hauptverkehrsmittel ist dabei das Fahrrad, mit dem man auch sehr schnell aus der belebten Stadt in ländliche Gebiete oder an die Küste fahren kann.



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Letzte Änderung: 29.06.2015