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Zwischenbericht Schulpraktikum ROC Friese Poort Sneek


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Verfasst am: 26. 09. 2018 [19:28]
lenaxmarie
Dabei seit: 17.09.2018
Beiträge: 1
Hallo zusammen,
Ich heiße Lena und befinde mich zurzeit in Sneek / Friesland für ein Praktikum an der ROC Friese Poort. Das ist eine Schule, die vergleichbar mit einer Berufsschule in Deutschland ist. Ausgebildet wird hier in den Bereichen Handel & Unternehmen, Wirtschaft, Gastronomie, Pflege, Technik, IT und Bauen & Infrastruktur.
Im Rahmen meines Lehramtsstudiums für Berufsschulen, ist im Bachelor ein vierwöchiges Schulpraktikum vorgesehen. Wenn man dies im Ausland absolvieren möchte, gibt es die Möglichkeit eine Unterstützung über Erasmus+ zu erhalten. Voraussetzung dafür ist aber ein Mindestaufenthalt von 60 Tagen im Ausland.
Zunächst ein paar organisatorische Angelegenheiten:
Bei der Suche meines Praktikumsplatzes habe ich mich zunächst an das EU-Auslandsbüro gewandt. Dort wurde mir die Friese Poort vermittelt, ich habe meine Bewerbung verschickt und mich im nächsten Schritt für das Erasmus-Stipendium beworben. Ich empfehle, sich frühzeitig um die Erasmus-Dokumente zu kümmern, da diese spätestens zwei Monate vor Praktikumsbeginn eingereicht werden müssen. Da die Schule dafür auch einiges ausfüllen und postalisch zurücksenden muss, sollte man dafür genügend Zeit einplanen. Ich habe mich schon ca. 4-5 Monate im Voraus darum gekümmert.
Im nächsten Schritt habe ich mir über AirBnB ein Zimmer für meinen Aufenthalt organisiert. Es ist nicht ganz leicht, eine Unterkunft für einen längeren Zeitraum zu finden, die bezahlbar ist. Die meisten Angebote sind nur für kurzfristig oder eben sehr teuer. Ich wohne nun bei einem älteren Herrn, der in seinem Haus mehrere Zimmer vermietet. Für zwei Monate ist es in Ordnung dort zu leben, aber aufgrund fehlender Sauberkeit würde ich mir für längere Zeit wahrscheinlich etwas anderes suchen.
Wichtig zu erwähnen ist noch, dass ich vor Praktikumsbeginn einen Sprachkurs Niederländisch an der VHS absolviert habe. Dies ist ebenfalls ratsam, wenn man vorher noch kein Wort von der Sprache sprechen konnte. So Kann man zumindest ein paar Basics wie Begrüßen, Verabschieden, im Restaurant etwas bestellen etc. Auch die Leute hier freuen sich total, wenn man versucht ein paar Worte Niederländisch zu sprechen, auch wenn es anfanfgs noch nicht so gut klappt. Ansonsten sprechen aber auch alle Englisch und einige sogar etwas Deutsch. Dennoch merke ich, dass es schöner ist, wenn man die Sprache etwas verstehen kann, da sich alle anderen natürlich auf Niederländisch unterhalten und man so auch die Möeglichkeit hat mitzureden und an den Gesprächen Teil zu haben.
Nun zu meinen ersten Eindrücken:
Da mein Praktikum direkt mit dem neuen Schuljahr begonnen hat, fand in der ersten Woche zunächst eine Einführung für die neuen Schüler/innen statt. Auf dem Programm standen Kennenlernen, Ausflüge, sportliche Aktivitäten etc. Um das Kollegium und die Schüler/innen erstmal kennenzulernen, war diese erste Woche von Vorteil und erstmal ganz entspannt. Die Leute haben mich sehr herzlich aufgenommen und ich wurde direkt ins Team integriert. Alle sind sehr lustig und offen, sodass man sich sofort wohl fühlt.
Der richtige Unterricht begann in der folgenden Woche und meine Aufgabe ist es, im Deutschunterricht in Klassen verschiedener Aubildungsbereiche zu helfen (ich studiere zwar kein Deutsch, aber so kann ich am ehesten behilflich sein). Ich gehe viel herum, helfe den Schüler/innen bei schriftlichen Aufgaben oder auch beim Sprechen üben. Aufgefallen ist mir, dass hier viel mehr an Computern gearbeitet wird. Stundenpläne, Anwesenheitslisten und Aufgaben werden digital bearbeitet. Nur wenige Dinge werden schriftlich in Büchern bearbeitet. Außerdem gibt es weniger Frontalunterricht, sondern mehr eigenständiges Arbeiten. Ich weiß nicht, wie es in den anderen Fächern ist, aber das ist mir zumindest im Deutschunterricht aufgefallen.
In der restlichen Zeit, die ich nicht in der Schule verbringe, versuche ich mir so gut es geht etwas vorzunhemen. Sneek ist keine besonders grosse Stadt (ca. 30.000 Einwohner), daher ist es nicht so leicht neue Leute kennenzulernen. Ich habe mir einen Sportverein gesucht, wo ich 2-3 mal die Woche bei Fitness-Kursen und Sport im Park mitmache. Bisher hatte ich auch ganz nette Mitbewohner, mit denen ich gelegentlich was unternommen, gekocht oder abends mal einen Film geschaut habe.
Alles in allem, fühle ich micht hier wohl, lerne jeden Tag ein paar neue Wörter auf Niederländisch und bin gespannt auf die nächsten Wochen. Bei Fragen, könnt ihr euch gerne an mich wenden!
Viele Grüsse von Lena



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Letzte Änderung: 29.06.2015