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Zwischenbericht: Praktikum Doetinchem/Arnhem Intersnack


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Verfasst am: 01. 10. 2018 [19:48]
LisaAsf
Dabei seit: 01.10.2018
Beiträge: 1
Ich studiere Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen und befinde mich im vorletzten Semester meines Masters. Um mich auf meine berufliche Laufbahn vorzubereiten, absolviere derzeit ein sechsmonatiges Praktikum bei der Firma Intersnack in Doetinchem. Diese Stadt hat etwa 60.000 Einwohner und ist ca. eine Stunde Autofahrt von Dortmund entfernt. Ich habe eine WG über das Forum www.kamernet.nl gefunden. Eine Wohnung zu suchen sollte immer das erste sein, was du tust, damit das Gehalt überwiesen werden kann usw.

Ich empfehle wie folgt vorzugehen:
1. Wohnung suchen (offiziell registriert), Parksituation checken (falls Du ein Auto hast)
2. Bürgerservice Nummer (BSN) beantragen
 dafür vereinbarst du online einen Termin bei der Stadt und benötigst einige Dokumente, unter anderem eine internationale Geburtsurkunde)
 bei dem Termin musst du persönlich erscheinen
 bis du du die Nummer dann zugesendet bekommst, dauert es etwa 3-4 Wochen, plane das also gut ein

3. Krankenversicherung abschließen (ich bin bei Zivelerenkruis, das wurde mich von dem Unternehmen empfohlen)
Als ich dies organisiert hatte, begann auch schon mein Praktikum! Ich habe schon am ersten Tag festgestellt, dass die Niederländer überall ein sehr gutes Englisch sprechen. Da ich vorher schon einen Niederländisch Kurs an der Uni absolviert habe, konnte ich schon ein paar Sätze sprechen. Dies würde ich dir ebenfalls empfehlen, denn damit kannst du bei den Niederländern echt punkten und schon am ersten Praktikumstag einen guten Eindruck machen! In der niederländischen Sprache gibt es ebenfalls eine Höflichkeitsform („U“= „Sie“), die jedoch meist nicht angewendet wird. Das hat zur Folge, dass ich auch von deutschsprachigen Kollegen direkt geduzt wurde, auch von den Chefs. Generell haben die Holländer nicht so ein extrem hierarchisches Denken wie wir es in großen Unternehmen in Deutschland haben. Auch die Überstunden, die bei uns häufig gemacht werden, sind in den Niederlanden nicht typisch, wobei jeder im Team äußerst ehrgeizig ist und sehr effizient arbeitet. Meine Arbeitszeiten sind etwas flexibel, aber es gilt immer die Regel: nie nach neun Uhr morgens kommen und nie vor 17 Uhr abends aufhören.
Die Geschäfte in der Stadt schließen meist gegen 18 Uhr (Supermärkte haben länger auf), außer Donnerstag, da hat alles bis etwa 22 Uhr geöffnet. Bei Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen solltest du Dich immer vorher informieren, denn es ist beispielsweise nicht selbstverständlich, dass diese abends geöffnet sind und auch samstags haben sie häufig nur zwei Stunden geöffnet. Hochprozentigen Alkohol kannst du normalerweise nicht im Supermarkt kaufen, dafür gibt es extra Geschäfte.
Zur Arbeit fahre ich immer mit dem Auto, wobei dies nicht zwingend notwendig wäre. Das Verkehrssystem hier ist prima und mit dem Auto steht man doch sehr oft im Stau. Darüber hinaus kostet Falsch-Parken hier etwa 60€, was für ein studentisches Budget doch relativ viel ist. Pass ebenfalls auf, dass du nicht geblitzt wirst, du bezahlst du hier schnell 300-400€.
Ansonsten wohne ich in einer WG mit vier weiteren Studentinnen. Das würde ich Dir auch empfehlen, so kannst du schnell Kontakte knüpfen. Die Mädels haben mich direkt mit zu den ein oder anderen Partys genommen, sodass ich schon erste Kontakte knüpfen konnte.
Mit meinen ersten Wochen in den Niederlanden bin ich sehr zufrieden, mir gefällt die offene Art der Leute und die praktische Weise zu denken. Nach etwa ein bis zwei Wochen Orientierung habe ich dank der Hilfe meiner Mitbewohnerinnen schnell rausgehabt, was ich wann wo machen und erledigen kann. Rund um Arnhem gibt es viel zu sehen und zu erleben. Und falls es doch einmal langweilig wird, so sind die Fahrten nach Amsterdam, Utrecht und Den Haag nicht weit (etwa eine Stunde). Ich bin gespannt auf die nächsten fünf Monate hier und genieße fröhlich Frikandel und Krokett (zwei Spezialitäten hier).



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Letzte Änderung: 29.06.2015