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Zwischenbericht Amsterdam UvA Praktikum Chemie


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Verfasst am: 30. 11. 2018 [11:53]
julia295
Dabei seit: 30.11.2018
Beiträge: 1
Mein Name ist Julia, ich studiere Chemie im Master der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und bin nun seit vier Wochen in Amsterdam. Ich absolviere ein sogenanntes Forschungspraktikum an der Universiteit van Amsterdam (UvA) im Bereich der Analytischen Chemie. Auf Amsterdam bin ich durch die Empfehlung eines Professors gekommen, habe mich per E-Mail mit Lebenslauf, Notenbescheinigung und Bachelorzeugnis beworben und nach einigem E-Mail Verkehr hatte ich meinen Praktikumsplatz sicher. Der Professor für Analytische Chemie an der UvA war unglaublich freundlich und hat sich sehr über mein Interesse gefreut. Insgesamt dauert mein Praktikum fünf Monate und ich bekomme zwar nur 15 KP für die Zeit, kann dafür aber ein eigenständiges Projekt bearbeiten, wie es in der Studienordnung der Uni Oldenburg vorgeschrieben ist.

Nach Zusage des Praktikumsplatzes habe ich mich zunächst mit der Doktorandin der Arbeitsgruppe ausgetauscht, die mich hier betreut. Sie hat mir einiges über die Projekte der Gruppe erzählt und mit mir das Thema besprochen, das ich hier behandeln soll bzw. mit dem ich jetzt angefangen habe. Sie half mir auch mit der Organisation und dem Learning Agreement zur Bewerbung auf das ERASMUS+ Stipendium.

Die UvA unterstützt ausländische Studenten durch das sogenannte Housing Assistance. Etwa 3-4 Monate vor Start meines Praktikums bekamt ich eine E-Mail mit einem Wohnungsangebot, das ich innerhalb von drei Tagen annehmen oder ablehnen sollte. Die Wohnung ist ein Studio, also ein 1-Zimmer-Appartement mit einer Küchenzeile und eigenem Bad. Außerdem ist das Zimmer voll möbliert und liegt in einem Studentenkomplex zusammen mit 364 Zimmern, also unglaublich riesig. Preislich liegen die Appartements alle bei 500-600€ inkl. Nebenkosten, Internet, usw., was zwar im Vergleich zu meiner Wohnung in Oldenburg teuer, hier aber wiederum günstig ist. Deshalb nahm ich das Angebot an, sodass ich mich nicht weiter mit der Wohnungssuche herumschlagen musste. Das Wohnheim wird von der Einrichtung DUWO vermietet und liegt auf der Zeeburgereiland in der Kees Broekmanstraat und ist mit dem Fahrrad etwa eine viertel Stunde vom Science Park, dem Campus auf dem die Analytische Chemie liegt, entfernt.
Mein Fahrrad habe ich aus Deutschland mitgebracht, sodass der Weg zur Uni kein Problem ist. Wenn es demnächst kälter wird, ist vor der Haustür jedoch auch eine Straßenbahn- und eine Bushaltestelle, von denen man sowohl in die Innenstadt, als auch zu Uni kommt.
Für öffentliche Verkehrsmittel empfiehlt es sich in Amsterdam eine sogenannte OV-Chipcard zu kaufen. Die kann man an jedem Ticketautomaten ziehen (kostet 7,50€) und kann mit beliebig viel Geld aufgeladen werden. Beim Einsteigen in Bus, Bahn, Tram oder Metro hält man die Karte dann vor ein Lesegerät zum einchecken und beim Aussteigen wird wieder ausgecheckt, sodass das Guthaben je nach zurückgelegter Strecke belastet wird. Man kann auch Tageskarten buchen, mit denen man dann 1, 2 oder 3 Tage so viel fahren kann, wie man möchte.

Wenn man länger als vier Monate in Amsterdam wohnt, muss man sich bei den Behörden registrieren lassen. Als Student geht man einfach mit seiner Studentenkarte der Uni zu einem der Büros, ist man kein Student, muss man vorher per Telefon einen Termin machen. Zur Registrierung sind Personalausweis, Mietvertrag und eine Bescheinigung der Uni erforderlich. Eine Woche später bekam ich per Post eine Bestätigung der Registrierung und meine Citizen Service Number (BSN) zugeschickt.

Die Stadt Amsterdam ist wunderschön und vielfältig. Es gibt Massen an Restaurants, Cafés, Bars usw., in denen die verschiedensten kulinarischen Besonderheiten angeboten werden. Dass Amsterdam eine sehr internationale Stadt ist, spiegelt sich eben auch im Essen wieder. Außerdem gibt es viele Museen, Kirchen und weitere Sehenswürdigkeiten. Im Dunkeln ist es besonders schön eine Grachtenfahrt zu machen, weil dann die Lichter der Stadt erleuchten und man außerdem noch einige Fakten über die Stadt erfährt.

Die Verständigung in Amsterdam ist sehr einfach. Auch ohne ein Wort niederländisch zu können, hatte ich bisher keine Probleme, da (fast) jeder englisch spricht. Die Niederländer sind außerdem sehr freundlich und hilfsbereit und bemühen sich stets, wenn sie merken, dass man nicht von hier ist. Mir ist außerdem aufgefallen, dass die Menschen hier sehr höflich und vor allem offen sind.

Bei Fragen schreibt mir gerne!



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Letzte Änderung: 29.06.2015