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KPJ am AKH in der Psychiatrie – Zwischenbericht


Autor Nachricht
Verfasst am: 27. 01. 2019 [13:52]
Benedikt
Dabei seit: 22.01.2019
Beiträge: 1
Hallo liebe Kommilitonen,


Hier schreibt euch der Benedikt. Ich bin Medizinstudent, und derzeit für mein Praktisches Jahr (PJ) mit Erasmus+ für ein bisschen mehr als zwei Monate in Wien. Ich arbeite dort in der Psychiatrie auf einer der Stationen für Psychotherapie. Studiert habe ich in Göttingen, und für mein PJ habe ich mir mehrere Auslandsaufenthalte herausgesucht. Unser PJ dauert insgesamt ein Jahr, und wird aufgeteilt in drei Teile, wobei wir in Göttingen jeden Teil auch noch einmal „splitten“ dürfen. Zwei Rotationen müssen wir in vorgegebenen Fächern absolvieren, für den dritten Teil dürfen wir uns unser Fach selber aussuchen. Mich haben Psychiatrie und Psychotherapie immer schon interessiert, weshalb ich jetzt die Psychiatrie als Wahlfach gewählt habe.

Wien habe ich ausgewählt, weil mich die Stadt immer schon fasziniert hat. In den letzten 15 Jahren war ich schon mehrmals dort, allerdings immer nur für ein paar Tage. Die Erasmus+-Zeit gibt mir jetzt endlich genug Zeit, die Stadt, die Menschen und ihre Geschichte(n) weiter zu entdecken, und mich den Vibes der Stadt auszusetzen.

Die Psychiatrie liegt im AKH, dem größten der Wiener Krankenhäuser, welches jährlich 33% – hat mir vor ein paar Tagen ein Kollege erzählt – aller Wiener Patienten behandelt. Da diesen kurzen Zwischenbericht vermutlich fast ausschließlich andere Mediziner lesen werden, will ich ein bisschen von meiner Arbeit auf einer verhaltenstherapeutischen Station erzählen.

Die ersten Tagen im Krankenhaus bestanden– wie das ja meistens so zu Beginn ist eines Praktikums ist – hauptsächlich aus Organisation, und mit dem Laufzettel von einer Stelle zur nächsten rennen, Unterschriften sammeln, Gegenstände abgeben und entgegennehmen. Wissen dazu gibt es für euch nicht viel, da die Kollegin aus dem Studierendensekretariat sehr freundlich und wissend war, und mir etwaige Fragen sofort beantworten konnte.
Auf Station angekommen wurde ich dem Team vorgestellt, und sogleich in den Arbeitsablauf eingebunden. Bisher habe ich Patienten anamnestisch und körperlich aufgenommen, Blut abgenommen, die Befunden in den Computer eingetragen, bin Ansprechpartner für die Patienten gewesen...
Da sicherlich die allermeisten meiner Kollegen, die diesen Zwischenbericht jetzt lesen, wissen, von was ich spreche, kann ich glaube ich guten Gewissen zusammenfassen: Als (K)PJler hier am AKH in der Psychiatrie ist man – wie man es sich in seinem Wahlfach auch wünscht – gut eingebunden, auch gut eingespannt, lernt viel, darf auch recht viel machen, freut, wenn es in der Früh erst um 8:15 Uhr losgeht, und erst recht, wenn man dann zwischen 15-16 Uhr gehen kann, und noch etwas vom Tag hat.
Von dem kafkaesk’schen Bewerbungsprozedere, um das Erasmus+-Stipendium zu erhalten, spürt man hier nichts mehr. Und der Bewerbung, die ich ca. ein Jahr vor PJ-Start ans AKH geschickt habe, ist schnell eine Antwort mit Bestätigung um den Platz in der Psychiatrie gefolgt.
Deshalb empfehle ich euch: Wenn ihr Interesse an einem Auslands-PJ in Wien im Rahmen eures geplanten PJs habt, dann bewerbt euch rasch, und freut euch auf eine gute Zeit in Wien. Und wenn ihr noch konkrete Fragen bezüglich des Aufnahmeprozedere bei Erasmus+ habt, die ihr nicht zu lösen wisst, dann melde euch gerne per Mail bei mir!


Bis zum Abschlussbericht liebe Grüße aus Wien, Servus und Baba!
Benedikt



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Letzte Änderung: 29.06.2015