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Zwischenbericht Praktikum Biological Station Kilpisjärvi


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Verfasst am: 04. 02. 2019 [11:37]
astörmer
Dabei seit: 04.02.2019
Beiträge: 1
Moi,

Mein Name ist Alex, ich bin 25 Jahre alt und studiere Landschaftswissenschaften im Master am Institut für physische Geographie und Landschaftsökologie. Nachdem ich im Herbst Semester 2018 bereits ein Erasmus Auslandssemester an der University of Eastern Finland in Joensuu verbracht habe, wollte ich auf Grund dieser Erfahrung noch mehr Zeit in Finnland verbringen. Schon als Jugendlicher habe ich mich für Schnee, Eis und kalte Regionen interessiert, sodass ich bereits frühzeitig eine Ahnung davon hatte, wo ich gerne eine Zeit lang leben möchte. Passenderweise habe ich im Jahr 2017 an einer von meinem Institut angebotenen Exkursion nach Kilpisjärvi teilgenommen, wodurch ich die Arbeitsweisen einer hier ansässigen Forschungsstation kennen gelernt habe. Dies hat mir so gut gefallen, dass die Idee geboren war, mein Interesse an dieser extremen Region und ein Pflichtpraktikum in meinem Studiengang miteinander zu verbinden. Nachdem auch mein Professor und der Erasmus Beauftragte meines Instituts diese Idee für gut befunden hatten, habe ich mich erfolgreich in den Bewerbungsprozess begeben.
Kilpisjärvi liegt im nordwestlichsten Teil Finnisch Lapplands und weist besonders im Winter sehr niedrige Mitteltemperaturen auf. Gleichzeitig fällt im Schnitt bis zu 1 Meter Schnee, welcher jedoch durch das hügelige Gelände unterschiedlich verteilt ist. Die Kilpisjärvi Biological Station gehört zu der Universität Helsinki, besitzt aber permanent in und an der Station arbeitende Mitarbeiter. Diese führen stetige biologische und glaziologische Untersuchungen und Beobachtungen durch, welche in Forschungsarbeiten inkludiert sind. Für eine dieser Forschungsprojekte bin ich als Praktikant mit eingespannt und zwar der Messung der Schneehöhen und vieler anderer meteorologischer Parameter in einem ausgewähltem Forschungsgebiet mit diskontinuierlichem Permafrost. Da es zu Temperaturen bis -40 °C kommt, hat glücklicherweise ein Kommilitone ebenfalls ein Stipendium bekommen, mit dem ich diese Arbeiten zusammen absolv*iere.
An meinem ersten Tag wurde ich sehr herzlich in der Station in Empfang genommen und mir wurden mein eigenes Zimmer, die Küche, der Aufenthaltsraum sowie natürlich das eigene Labor und die Bibliothek gezeigt. Auch ist am ersten Tag unser Tutor mit uns ins Untersuchungsgebiet gefahren und hat uns die Arbeitsweisen gezeigt.
Insgesamt macht es sehr viel Spaß, auch wenn es wirklich sehr kalt ist. Da die Station eine eigene Sauna besitzt ist es aber kein Problem sich nach einem kalten Arbeitstag am Abend dort aufzuwärmen. Auch ist es möglich in der Freizeit Skier zu benutzen und Touren zu unternehmen oder abends auf die Jagd nach Polarlichtern zu gehen.

Beste Grüße
Alex



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Letzte Änderung: 29.06.2015