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Zwischenbericht Praktikum Biological Station Kilpisjärvi


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Verfasst am: 04. 02. 2019 [11:39]
Frickel
Dabei seit: 04.02.2019
Beiträge: 1
Moi!

Ich bin Lukas Fricke, 28 Jahre alt und mache ein 9-wöchiges Praktikum an der Biologischen Forschungsstation in Kilpisjärvi. Kilpisjärvi ist ein kleiner Ort, der im Nordwesten von Finnisch Lappland liegt, direkt am 3-Länder-Eck zu Schweden und Norwegen.
Bereits im September 2017 kehrte ich im Rahmen einer Exkursion für wenige Tage in der Station ein, um mit der Exkursionsgruppe die Landschaft Nordfinnlands zu erkunden. Die positiven Eindrücke von Landschaft und Natur in der nahezu menschenfreien Umgebung faszinierten mich bereits damals. Im Laufe der Exkursion wurden dann auch die nötigen Kontakte hergestellt, die mir ein mehrwöchiges Praktikum an der Biologischen Forschungsstation Kilpisjärvi ermöglichten.

Anders als bei der Exkursion, findet mein Praktikum in den Wintermonaten von Januar bis März statt. Dementsprechend war es besonders wichtig, sich im Vorfeld auf die mögliche extreme Kälte und die für Mitteleuropäer relativ lange Dunkelheit vorzubereiten. Während die Tage mittlerweile länger werden (Ende Januar um die 5 Stunden Tageslicht), spielt der Kältefaktor mit mehrtägigen Kälteeinbrüchen um die Minus 35°C eine größere Rolle. Da es aber für jede Wetterlage die richtige Kleidung gibt, stellt auch die Kälte kein Problem dar.
Mein Praktikum findet zum größten Teil im Gelände statt. Im Fokus des Praktikums stehen diverse Forschungsfragen im Bezug auf die Schneehöhe unter Einfluss von Windverteilungen, Schneedichte und Temperaturschwankungen. Dementsprechend besteht die Geländearbeit hauptsächlich aus Schneehöhen-, Schneedichte-, Temperatur-, Luftfeuchte- und Windgeschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Messpunkten. Tage, an denen die Feldarbeit aufgrund von zu starker Kälte oder Schneestürmen nicht möglich ist, werden zur Nachbereitung der erhobenen Daten oder zur Literaturrecherche in der stationsinternen Bibliothek genutzt.

Zur Halbzeit meines Praktikums habe ich nur Positives zu berichten. Meine Unterkunft befindet sich direkt im Hauptgebäude der Forschungsstation. Die Station selbst ist in einem top Zustand und modern eingerichtet. Das Personal ist in allen Bezügen sehr freundlich und hilfsbereit, so dass man sich sehr schnell aufgenommen und heimisch fühlt. Sowohl Schneeschuhe als auch Skier werden kostenlos von der Station zur Verfügung gestellt, um die einzigartige Winterlandschaft rund um den Mount Saana in der Freizeit erkunden zu können. Zur Krönung des Tages steht dann meistens der Saunagang auf dem Programm, bei dem Mann wieder auftauen und entspannen kann.

Viele Grüße,
Lukas



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Letzte Änderung: 29.06.2015