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Zwischenbericht Forschungspraktikum in den Niederlanden


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Verfasst am: 12. 03. 2019 [13:00]
stueben.delia
Dabei seit: 12.03.2019
Beiträge: 1
Ich studiere Marine Umweltwissenschaften an der Carl-von-Ossietzky Universität in Oldenburg und absolviere ein Forschungspraktikum am Royal Netherlands Institute for Sea Research in Yerseke, Niederlande.


Leben in den Niederlanden

Nach einem Monat in den Niederlanden lässt sich sagen, dass das Leben hier allgemein sehr ähnlich zu dem in Deutschland ist.
Eine gewisse Ausnahme ist hierbei jedoch ein Teil der Niederlande, Zeeland, in dem ich mein Praktikum mache. Zeeland ist ein kleiner Teil der Niederlande nahe der Grenze zu Belgien und gehört zu dem sogenannten „Bible Belt“ der Niederlande. Bevor ich herkam, habe ich schon etwas dazu gelesen, aber das Ausmaß war mir nicht ganz so bewusst. In Yerseke, dem kleinen Ort, in dem ich lebe, klingeln zu jeder vollen Stunde die Kirchenglocken, sonntags wird dreimal am Tag in die Kirche gegangen (mit Hut und Anzug/Kleid) und die Frauen tragen keine Hosen, sondern knielange Röcke.
Abgesehen davon, dass der Ort ein tief religiöser und abgeschiedener Teil der Niederlande ist, ist es aber sehr schön, hier zu leben. Das NIOZ, das Institut, an dem ich mein Praktikum mache, hat ein eigenes Gästehaus, in dem Praktikanten und Doktoranten zusammenleben, die aus der ganzen Welt kommen. Jeder hat sein eigenes Zimmer, man teilt sich meist zu zweit ein Bad und es gibt eine große, sehr gut ausgestattete Küche, in dem abends zusammen gekocht wird. Außerdem gibt es ein geräumiges Wohnzimmer, wo wir oft zusammen Filme gucken, Spiele spielen oder einfach quatschen. Insgesamt leben um die 20 Leute gleichzeitig dort. In der Hinsicht ist es ein richtiger Glückstreffer.

Arbeiten in den Niederlanden

Meine Situation ist eine kleine Besonderheit, da ich wie oben bereits erwähnt in einem sehr abgeschiedenen und kleinen Ort in Zeeland lebe. Überraschenderweise ist das Institut aber super modern mit vielen jungen Doktoranten und Mitarbeitern. Alles ist auf „Du“-Basis. Insgesamt wirkt die Atmosphäre lockerer als ich es bisher in Deutschland erlebt habe und es gibt öfter gemeinsame after-work Aktivitäten wie wöchentliches Fußballspielen, Bowlen oder ein paar Bier im Pausenraum, wo dann sowohl Professoren als auch Doktoranden und Studenten teilnehmen.
Was das Praktikum angeht, bin ich ziemlich frei in meiner Wahl der Experimente (ich führe Experimente für meine Masterarbeit durch), habe aber genug Hilfestellung durch meinen Betreuer, der selbst ein Doktorand ist. Wenn ich mal Fragen habe, die mein Betreuer nicht beantworten kann, kann ich immer an der Tür der anderen Mitarbeiter klopfen und einem wird immer hilfsbereit geholfen.

Freizeit

Am Wochenende fahre ich meistens weg, da es leider nichts zu erleben gibt in Yerseke und die anderen Hausbewohner meist auch wegfahren. Glücklicherweise gibt es relativ gute Verkehrsanbindungen in den Niederlanden und so kann immer zu einem Festpreis in andere Städte fahren, was auch sehr zu empfehlen ist, denn die Niederlande und auch Belgien hat architektonisch einiges zu bieten.
Ich habe mein Fahrrad mit nach Yerseke genommen, was auf jeden Fall zu empfehlen ist; nicht nur hier, sondern generell in den Niederlanden, denn es ist ein absolutes Fahrradland. Wenn man nicht die Möglichkeit hat, sein Fahrrad zu transportieren – geht aber einfach mit dem Zug – kann man sich meist recht günstig eins kaufen. Das NIOZ sponsort sogar einen Teil des Preises eines Fahrrads.
Wenn man öfter Bahn fährt, lohnt es sich eine OV Chipkarte zu besorgen (liegt preislich bei 8€), mit der man dann bestimmte Abos buchen kann (z. B. für 30 € im Monat umsonst fahren am Wochenende und 40 % vergünstigt außerhalb der Stoßzeiten unter der Woche) oder die man auch aufladen kann (möchte man kein Abo buchen), und sich am Anfang und Ende der Fahrt ein- bzw. ausloggt. Wirklich sehr einfach.


Fazit

Bis jetzt habe ich eine tolle Zeit hier du freue mich auf die nächsten Monate.



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Letzte Änderung: 29.06.2015