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Praxisphase Budapester Zeitung


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Verfasst am: 01. 04. 2019 [13:21]
Emely
Dabei seit: 01.04.2019
Beiträge: 1
Mein Name ist Emely, ich studiere Journalistik und verbringe meine Praxisphase bei der Budapester Zeitung und ihrer Partnerzeitung der Budapest Times. Insgesamt bin ich von Anfang März bis Ende Juli in Budapest.

Ich wollte unbedingt eine Auslandserfahrung in meinem Studium machen, um mich fachlich weiterzuentwickeln. Da ich im Journalismus aber auf meine Muttersprache angewiesen bin, habe ich nach deutschsprachigen Medien im Ausland gesucht und bin auf die BZ gestoßen. Die Deutschen sind die größte Minderheit in Ungarn, daher hat die Zeitung eine Auflage von 7.000 Exemplaren. Osteuropa hat mich besonders fasziniert, da die meisten lieber in den Westen gehen und viele Vorurteile über Ungarn herrschen. Ziel der BZ ist es, den Lesern das Zeitgeschehen in Ungarns Politik, Wirtschaft und Kultur auf verständliche Weise zu erklären und so ein differenziertes Ungarnbild zu vermitteln. Die Zeitung ist streng parteiunabhängig inmitten der stark parteipolitisch gefärbten ungarischen Presselandschaft.

Meine Initiativbewerbung wurde auch schnell angenommen. Über AirBnB habe ich mir eine kleine Ein-Zimmer-Wohnung im Stadtteil Buda gemietet, nahe der Touristenattraktion „Fischerbastei“. Die Preise sind relativ günstig für eine Hauptstadt und liegen bei 300 bis 400 Euro. Über AirBnB ist man im Zweifelsfall abgesichert, einen Mietvertrag im Ausland abzuschließen war mir zu riskant. Ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr kostet für Studenten nur 12 Euro im Monat. Ich habe eine Straßenbahnstation direkt vor meiner Haustür und kann innerhalb kurzer Zeit durch die ganze Stadt fahren, häufig gehe ich aber auch zu Fuß, um die Umgebung kennenzulernen. Das Stadtbild ist geprägt von historischen Schlössern, Burgen, Kirchen und Häuserfassaden.

Wir sind sechs Praktikanten bei der BZ und schreiben Artikel nach unseren Interessengebieten. Wir dürfen unsere Themen selbst wählen, falls wir keine finden, bekommen wir Pressetermine von der BZ zugeteilt. Meistens sind es Beiträge für den Kulturteil im BZ Magazin, welches einmal wöchentlich am Freitag erscheint. Einmal die Woche haben wir eine Redaktionssitzung, in der die nächste Ausgabe des Magazins mit unserem Chefredakteur geplant wird. Da wir Praktikanten alle kein ungarisch sprechen, schreiben wir Mails und führen alle Interviews auf Englisch oder auch Deutsch. Das ist aber kein Problem, da die meisten Unternehmen, besonders Museen, Touristen ansprechen wollen und auch englische Pressestellen haben. Mein erster Termin war eine englische Klettertour in einer Höhle, über die ich eine Reportage geschrieben habe. Somit hatte ich schon in der ersten Ausgabe einen dreiseitigen Beitrag mit Fotos im Magazin. Ein Großteil unserer Arbeitszeit ist die Recherche und das Verfassen der Artikel. Unsere Beiträge werden hinterher von unserer Betreuerin redigiert und wir besprechen dieses nochmal, um Fehler zu finden und unsere Arbeit zu verbessern. Mittwochs bekommen wir alle zwei bis drei Artikel zum Korrekturlesen. Eine weitere Aufgabe ist es, die Social Media Seiten der Zeitung zu betreuen. Wir Praktikanten sind für Twitter, Facebook und Instagram eingeteilt und posten jeden Tag zwei Beiträge pro Person. So sorgen wir für mehr Reichweite und somit für mehr Leser. Ich bin für Facebook zuständig und suche für jeden Tag schöne Fotos aus ganz Ungarn raus, die ich poste und dazu einen spannenden Fakt recherchiere. So lerne ich auch viel über das Land und die Geschichte.

Mit den anderen Praktikanten unternehme ich viel, wir gehen zusammen an der Donau spazieren oder Essen. Restaurants sind hier günstig, sodass es auch für Studenten bezahlbar ist. Manchmal bekommen wir von der Zeitung Freikarten für das Kino oder Konzerte geschenkt. Eine Besonderheit die es nur in Budapest gibt, sind „Ruin-Bars“, also alte Innenhöfe in denen bepflanzte und bunt beleuchtete Bars eröffnet wurden. Sie sind ein sehr beliebter Treffpunkt nach Feierabend. Das Wetter in Budapest ist etwas wärmer als in Deutschland, im März herrschen schon bis zu 20 Grad. Man kann viel Zeit im Freien verbringen, Budapest ist als sportliche Hauptstadt bekannt. Es gibt viele wunderschöne Schwimmbäder, Lauf- oder Fahrradstrecken.



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Letzte Änderung: 29.06.2015