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Zwischenbericht Praktikum an der Wasaskolan


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Verfasst am: 06. 05. 2019 [11:36]
KatharinaMarie
Dabei seit: 06.05.2019
Beiträge: 1
Vorbereitung
Die Zusage zum Praktikum kam sehr kurzfristig im Oktober, da jemand anderes abgesagt hatte. Ich habe mich dann noch schnell für einen A1 Kurs angemeldet und begonnen die Unterlagen für Ersamus Plus zusammen zu suchen. Dies zog sich leider sehr hin, da die Stelle an der Uni Göttingen zeitweise nicht besetzt war (also früh genug damit anfangen). Es hat dann zuletzt doch alles geklappt und die Finanzierung war soweit geklärt. Ein A2 Kurs sollte auch noch in den Semesterferien angeboten werden und wäre für mich sehr hilfreich gewesen. Dieser ist leider aufgrund geringer Teilnahme nicht zustande gekommen - also auf eigene Faust mit OLS lernen, das leider nicht so richtig gut funktioniert.

Unterkunft
Meine Unterkunft war erstaunlich schnell gefunden und ich bin im "Spelkollektivet" in Väckelsång, etwa 15 Minuten mit dem Auto von der Schule entfernt, untergekommen. Es ist ein CO-working Space für Spieleentwickler. Momentan sind wir etwa 35 Leute aus 11 Nationen,aber es werden immer mehr Räume für neue Homies fertig und bald soll es auch eine Sauna am Haus und einen Pool geben. Ich war zuerst etwas skeptisch mit so vielen "Nerds" zusammen zu leben, hätte es aber nicht besser treffen können. Es gibt Frühstück und man wird 2 mal täglich (unglaublich lecker!) bekocht. Bei so vielen Leuten findet sich immer jemand für einen kleinen Wochenendtrip, eine Serie oder ein Spiel in einem der Netflixräume (mit sehr sehr grossen Fernsehern), sämtliche drinnen und draussen Sportarten von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte (Hufeisenwerfen & Kubb, Sportkurse im Ort, Sport im eigenen Gym oder Joggen im Wald), Saunagänge am Freitag oder einfach eine gemütliche Runde am Abend, die auch gerne mal zu einer kleinen bis grösseren Party wird.

Hier der Link für Interessierte:
https://www.facebook.com/spelkollektivet/?rc=p

Schule
Auch in der Schule habe ich mich sofort sehr wohl gefühlt. Alle LehrerInnen haben mich nett aufgenommen und ich habe mich schnell in den neuen Strukturen zurecht gefunden. Innerhalb der ersten Woche habe ich mir einen Plan mit Deutsch, Geographie und Chemie zusammen gestellt und an einen Schwedischkurs für Erwachsene in der Schule gefunden, der jeden Morgen stattfindet. Leider gibt es nur einen Geographiekurs für MigrantInnen, sodass die Ersamus Koordinatorin mir einen Kontakt zur Dackeskolan hergestellt hat, um mehr Unterricht zu sehen. Dort konnte ich nach den Osterferien im 8. Jahrgang mit in den Erdkundeunterricht und werde dort auch später selber auf schwedisch unterrichten. Die Klassen sind dort noch deutlich grösser und die Lehrer haben kleine Lehrerzimmer für jeden Jahrgang.

Die Wasaskolan ist viel offener als die Schulen, die ich in Deutschland bisher kennen gelernt habe. Man trifft sich gemeinsam mit den SchülerInnen zum Essen und die LehrerInnen machen gemeinsam Pause im Fikarum und trinken dort Kaffee, da es hier kein gemeinsames Lehrerzimmer gibt. Alle sind sehr hilfsbereit und es geht insgesamt ruhiger als an deutschen Schulen zu. Dies könnte jedoch auch daran liegen, dass die SchülerInnen zwischen 15 und 19 Jahre alt sind.

Sprache
Obwohl ich nur den A1 Kurs belegt habe, findet man sich schnell ins Schwedische herein. Der Deutschunterricht hilft mir selbst noch mehr Vokabeln zu lernen und die SchülerInnen freuen sich auch mir etwas beibringen zu können. Mit den Lehrern an der Schule helfe ich mir am Anfang noch mit Englisch aus, die SchülerInnen sprechen aber hauptsächlich Schwedisch mit mir. In meiner WG wohnen auch einige Schweden, mit denen ich dann zu Hause weiter üben und fragen kann.

Fazit
Auch wenn man sehr ab vom Schuss lebt, hatte ich keine Minute in der mir langweilig oder ich mir unsicher mit meiner Entscheidung war. Die småländischen Wälder laden zu ausgiebigen Spaziergängen mit kleinem Verlaufsrisiko ein und auch in der WG gibt es genug zu entdecken. Der eigene Unterricht hier stärkt das Selbstbewusstsein, da die Klassen viel kleiner sind und man sich nicht auf so viele SchülerInnen gleichzeitig konzentrieren muss.
Ich kann also jedem empfehlen eine Reise nach Schweden anzutreten, es lohnt sich in jedem Fall!



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Letzte Änderung: 29.06.2015