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Zwischenbericht: Bergen - mikrobiologisches Forschungs-Praktikum


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Verfasst am: 22. 05. 2019 [17:31]
J_Reese
Dabei seit: 22.05.2019
Beiträge: 1
Ich lebe nun etwa seit einem Monat in Bergen und habe Ende April mein Praktikum am „Department of Biological Sciences (BIO)“ angefangen, welches der Universität Bergen zugeordnet ist. Dort arbeite ich an einem insgesamt zweimonatigem Forschungsprojekt, welches ich im Rahmen meines Masterstudienganges „Marine Microbiology“ an der Universität Oldenburg absolvieren muss. Betreut werde ich dabei von einer Professorin der Arbeitsgruppe „Marine microbiology“, welche mir ein spannendes Projekt zur Erforschung von Planctomyceten angeboten hatte. Bei diesen handelt es sich um ein zu großen Teilen unerforschtes Phylum von Bakterien, welche unter anderem einen Schwerpunkt der hier betriebenen Forschung bilden.

Anreise:
Die Anreise nach Bergen war sehr unproblematisch. Von Hamburg flog ich mit „SAS Scandinavian Airlines“ nach Oslo, was dank dem Jugendtarif dieser Airline recht günstig war (andere Airlines wie Widerøe bieten übrigens vergleichbare Angebote). Von Oslo aus ging es weiter mit dem Zug. Mit der Bergenbahn gibt’s es eine Direktverbindung von Oslo nach Bergen die 3- bis 4-mal täglich fährt, und dank Jugend/Studententarif auch bezahlbar ist. Die Fahrt dauerte zwar fast 7 Stunden, welche aber wie im Flug vergingen. Denn die Aussicht während der Bahnfahrt ist durchgehend atemberaubend, abgesehen von gelegentlichen Tunnelabschnitten. Blickt man anfangs noch auf idyllische Hügel und Fjorde, erreicht die Bahn irgendwann die ansonsten größtenteils weglose Hochebene „Hardangervidda“, geprägt von unberührter Natur und teils meterdicken Schneedecken, trotz sommerlicher Temperaturen beim Start in Oslo. Da man auf der linken Seite im Wagon die beste Sicht hat und die Bahn recht gut besucht ist, hatte ich mir im Vorfeld einen passenden Sitzplatz reserviert.

Wohnen/Leben:
Glücklicherweise habe ich die Möglichkeit, in einer WG mit zwei anderen Erasmus-Studentinnen zu wohnen. Dabei handelt es sich um eine Privatwohnung, die zur Zwischenmiete über hybel.no angeboten wurde. Da wir uns die Miete teilen können ist diese Vergleichbar mit einem Studentenwohnheim, allerdings ist die Wohnung vollständig ausgestattet (bei Studentenwohnheimen hier nicht immer üblich) und bietet einen gewissen Komfort: Neben großer Küche inklusive Geschirrspüler oder der eignen Waschmaschine gibt es auch einen gemütlichen Balkon.
Die Stadt an sich ist nicht nur wegen der einzigartigen Kulisse zwischen den sieben Stadt-Bergen und dem Meer besonders schön. Allerdings war ich anfangs doch etwas erschrocken, wie teuer das Leben hier wirklich ist, auch wenn mir im Vorfeld von den hohen Preisen in Norwegen berichtet wurde. Daher gewöhnt man sich schnell an, die Preise zwischen verschiedenen Supermärkten zu vergleichen, da diese etwa bei Gemüse stark variieren können. Außerdem können oft Studentenangebote genutzt werden, so bieten etwa Bars wie „Hectors Hybel“ oder „Det Akademiske Kvarter“ Bier für Studenten zum halben Preis an.

Das Praktikum:
Zu Beginn des Projektes war ich zwar noch ein wenig nervös. Das legte sich aber sobald ich das erste Gespräch mit meiner betreuenden Professorin hatte, da diese sehr freundlich und zuversichtlich war. Anfangs gab es erst einmal viel zu organisieren. So musste etwa eine Zugangskarte besorgt werden, ohne welche man keinen Zugang zu den Gebäuden oder einzelnen Räumen hat. Während meiner Sicherheitseinweisung für die Labore viel dann auf, dass die Bakterien-Kulturen, mit denen ich arbeiten sollte, durch einen Gerätefehler kaputt gegangen sind. Daher bestand meine Arbeit anfangs erstmal darin, diese Kulturen wieder zu erneuern. Nachdem dies geschehen war begann die ursprünglich angedachte Arbeit und es gab mehr, sowie speziellere Aufgaben für mich. Daher bin ich sehr zuversichtlich und freue mich, in den nächsten Wochen weitere neue Methoden zu lernen.




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Letzte Änderung: 29.06.2015