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Zwischenbericht Finnland - Praktikum Lammi Biological Station


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Verfasst am: 27. 07. 2019 [17:14]
Schlisanne
Dabei seit: 27.07.2019
Beiträge: 1
Ich heiße Lisanne und studiere Umweltwissenschaften in Oldenburg. Letzten Dezember habe ich mich dazu entschlossen, mein neunwöchiges Pflichtpraktikum diesen Sommer im Ausland zu absolvieren.
Für mich war sofort klar, dass es nach Skandinavien gehen soll, deshalb habe ich nur dort nach Stellen gesucht. Beworben habe ich mich dann an der Forschungsstation in Lammi, weil mich die Themen der Praktika am meisten angesprochen haben und auch die Unterkunft in einer WG hier kostenlos ist. Mir wurde schließlich ein Praktikumsplatz in der Phytopathologie angeboten - ein Themengebiet, welches ich persönlich sehr spannend finde.
Als ich die Praktikumsstelle sicher hatte, konnte ich mich dann für das Erasmus-Stipendium bewerben. Zusätzlich habe ich mich an meiner Universität auch für den Mobility-Zuschuss von Erasmus beworben, dank dem ich bis zu 420 Euro Reisekosten gegen Vorlage der Rechnungen erstattet bekommen konnte. Hin- und Rückflug (Hannover-Helsinki) haben ca. 250 Euro gekostet, dazu kamen dann noch die Kosten für Bus und Bahn in Finnland. Diese waren deutlich niedriger als ich erwartet hatte, von Helsinki nach Lammi habe ich knapp 20 Euro gezahlt. Man sollte jedoch vor allem bei den Bussen daran denken, die Tickets im Voraus online zu kaufen, denn wenn man erst im Bus bezahlt, kann es deutlich teurer werden.
Ich kam am Wochenende an der Station an und wurde von einer anderen Praktikantin von der Bushaltestelle abgeholt. Die WG der Praktikanten besteht aus mehreren Zweibettzimmern, es gibt drei Badezimmer und eine Küche zur gemeinsamen Nutzung. Es gibt die Möglichkeit, kostenlos die Fahrräder der Station zu leihen und damit in den Ort zu fahren zum Einkaufen (ca. 30 Minuten), jedoch dürfen die Praktikanten auch einmal die Woche mit einem der Autos der Station zum Einkaufen fahren. Die Lebensmittel sind generell sehr teuer im Vergleich zu Deutschland, vor allem Obst und Gemüse. Hier an der Station gibt es jedoch auch eine Cafeteria, in der man Montags-Freitags für ca. 3 Euro sehr gutes Mittagessen bekommt.
Der Arbeitsalltag hier ist wirklich sehr angenehm. Hier an der Station findet 2 Mal am Tag eine offizielle Kaffeepause statt, bei der sich alle Mitarbeiter die Lust haben für ca. 15-20 Minuten zu einer Tasse Kaffee und Keksen in der Cafeteria treffen. Am Anfang war das sehr ungewohnt, aber ich finde diese Regelung sehr gut, denn so kann man ungezwungen mit den Kollegen sprechen und auch am Anfang meines Praktikums hat es mir geholfen, Kontakte zu knüpfen. Mir ist auch aufgefallen, dass die Finnen, die ich bisher getroffen habe, allesamt sehr freundlich und hilfsbereit waren.
Ich bin hier wirklich sehr zufrieden. Sehr nahe an der Station ist ein großer See, in dem man im Sommer schwimmen kann, eine stationseigene Sauna und eine Feuerstelle zum Grillen. An den Wochenenden kann man (sofern man nicht arbeiten muss) kurze Reisen planen, z.B. nach Helsinki oder Tampere. Die Station hat außerdem auch Ruderboote, die kostenlos geliehen werden können.
Ich kann Finnland für Auslandspraktika wirklich nur empfehlen!




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Letzte Änderung: 29.06.2015